Muttertag darf gefeiert werden. Punkt.

Irgendwie haben wir uns daran gewöhnt, den Muttertag fast ein bisschen kleinzureden.

Zu kitschig.
Zu kommerziell.
Zu viel Brunch, Blumen und Bastelherzen.

Und ja, natürlich ist ein Tag im Jahr nicht genug für das, was Mütter jeden Tag leisten.
Aber darum geht es auch gar nicht.

Der Muttertag muss nicht peinlich sein.
Und er muss auch nicht perfekt sein.

Er darf einfach ein Tag sein, der dich daran erinnert, was du jeden Tag trägst.

Denn ganz ehrlich:
Du machst viel.

Du denkst mit.
Du hältst zusammen.
Du organisierst.
Du trägst Stimmungen mit.
Du fängst auf.
Du liebst.
Du funktionierst oft weiter, obwohl du selbst längst müde bist.

Und das alles passiert nicht einmal im Jahr.
Sondern jeden einzelnen Tag.

Gerade deshalb finde ich, dass der Muttertag nicht überflüssig ist.

Nicht, weil du nur heute Anerkennung verdienst.
Sondern weil du sie so oft nicht wirklich bei dir ankommen lässt.

Weil du längst weiter bist, bevor du überhaupt mal stehenbleibst und siehst, was du da eigentlich jeden Tag leistest.

Genau das sollte der eigentliche Sinn dieses Tages sein.

Nicht, dass alle anderen sich daran erinnern, was du tust.
Sondern dass du selbst es wieder siehst.

Dass du nicht nur auf das schaust, was noch nicht geschafft ist.
Nicht nur auf die Wäsche, die Termine, das schlechte Gewissen, die Dinge, die du besser machen wolltest.

Sondern auch mal auf das, was längst da ist.

Deine Liebe.
Deine Kraft.
Deine Geduld.
Dein tägliches Dasein.

Mama zu sein ist nicht klein.
Es ist nicht selbstverständlich.
Und es ist auch nichts, das man ständig nur nebenbei abtun sollte.

Du darfst stolz darauf sein.

Und gleichzeitig gibt es noch etwas, das an diesem Tag genauso wichtig ist:

Du bist nicht nur Mama.

Du bist auch die Frau, die dich ausmacht.
Die Frau mit ihrem Wesen, ihrer Tiefe, ihren Gedanken, ihrer Geschichte.
Die Frau, die schon da war, bevor sie Mutter wurde.

Und genau diese Frau geht im Alltag so leicht verloren.

Nicht, weil du deine Kinder nicht liebst.
Sondern weil Muttersein so viel Raum einnimmt, dass für dich selbst manchmal kaum noch etwas übrig bleibt.

Der Muttertag ist deshalb nicht nur ein Tag zum Geehrtwerden.
Er ist auch ein leiser Reminder.

Dafür, dass du dich selbst nicht ganz aus dem Blick verlierst.
Dafür, dass in dir nicht nur eine Mama lebt, sondern auch immer noch du.

Und nein, das macht dich nicht undankbar.
Es macht dich nicht egoistisch.
Es macht dich einfach menschlich.

Du darfst beides sein:
Mama. Und Frau.

Du darfst deine Familie lieben und trotzdem spüren, dass auch du selbst Raum brauchst.
Du darfst dich verschenken und trotzdem nicht ganz verschwinden.
‚Du darfst diesen Tag genießen, ohne ihn kleinreden zu müssen.
Wenn du den Muttertag feierst, dann darfst du das von Herzen tun.
Nicht, weil ein einzelner Tag alles auffangen könnte, was du jeden Tag gibst. Sondern weil du es verdient hast, dass auch du selbst dich wieder siehst.

Als Mama.
Und als die Frau, die dich ausmacht..

Hi, ich bin Bernice!

Als Mama, Frau und mit meinem Hintergrund im Gesundheitsbereich weiß ich, wie schnell man sich selbst im Alltag aus dem Blick verlieren kann. Aus vielen eigenen Erfahrungen und meiner Ausbildung heraus schreibe ich über Gesundheit, Balance und das leise Wieder-bei-sich-Ankommen.

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